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5 Tipps zur Facebook Kampagnen Optimierung

Für Unternehmen ist die Werbung auf Facebook ein großer Hebel in der Online-Marketing-Strategie. Vor dem Hintergrund des großen Anteils an Anzeigen, die ein User in seinem Facebook-Account zu sehen bekommt, gibt es einige Punkte zu beachten, damit die Facebook Kampagnen entsprechend Ihrer Ziele performen. Nachfolgend finden Sie 5 grundlegende Tipps zur Optimierung Ihrer Facebook Ads.

Tipp 1: Wählen Sie das richtige Kampagnen-Ziel

Facebook bietet verschiedene Kampagnen-Ziele zur Auswahl an, die auf unterschiedliche Ausspielungen der Facebook Anzeigen abzielen. Es kann grundsätzlich zwischen „Bekanntheit“ (Markenbekanntheit, Reichweite), „Erwägung“ (z.B. Traffic, Gefällt mir-Angaben, Nachrichten) oder „Conversion“ (Conversions, Katalogverkäufe, Besuche im Geschäft) ausgewählt werden. Anhand der Auswahl kann Facebook die Kampagnen mit dem entsprechenden Algorithmus optimiert ausspielen. Setzen Sie Sich am besten vor dem Aufsetzen Ihrer Facebook Kampagnenstruktur mit dem übergeordneten (Teil-) Ziel der einzelnen Kampagnen im Rahmen Ihrer Gesamt-Strategie auseinander und erstellen bestenfalls ein übergreifendes Kampagnenkonzept mit Teilzielen, die zur Erreichung Ihres Gesamtziels beitragen.

Tipp 2: Wählen Sie die richtige Zielgruppe aus

Sie haben die Auswahl zwischen zahlreichen Targeting-Möglichkeiten, um Ihre Zielgruppe bestmöglich zu erreichen. So sind viele Marketer aufgrund der Fülle überfordert oder mit der Performance Ihrer Facebook Kampagnen unzufrieden. Zum Targeten können einerseits schon bekannte User, die bereits mit Ihrer Website oder Facebook Fanpage interagiert haben, erneut angesprochen werden. Oder es können neue User über Lookalike Audiences Merkmale wie Demografie (u.a. Geschlecht, Alter, Sprache, Land, Ort, Bildungsgrad), Interessen (u.a. Industrie, Unterhaltung, Familie und Beziehung, Shopping und Mode) Surfverhalten (u.a. Finanzen, Reisen), Verbindungen (z.B. mit der Fanpage) und Custom Audiences (Interaktion mit Ihrer Homepage), erreicht werden.

Grundsätzlich gilt beim Targeting, je granularer die Zielgruppe definiert wird, desto weniger Streuverluste werden generiert und entsprechend besser wird die Performance sein. Doch sollte die Zielgruppe auch nicht zu sehr eingeschränkt werden, um Facebook die Möglichkeit zu geben, mit genügend Daten die Anzeigen effizient auszuspielen. Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein Test der Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung, um Facebook ähnliche User bzw. statistische Zwillinge, die z.B. in Ihrem Shop gekauft haben, zu finden. Grundsätzlich macht über alle Facebook Kampagnen hinweg eine feine Unterteilung der Anzeigengruppen nach Targeting Sinn, um so eine bessere Aussage über deren Werbewirkung treffen zu können.

Tipp 3: Die richtige Anzeigengestaltung

Wie die richtige Auswahl der Zielgruppe und des Marketingziels trägt die Gestaltung der Facebook Anzeigen maßgeblich zu ihrem Erfolg bei. Bei dem verwendeten Bild sollte der Textanteil maximal 20% betragen, da ansonsten die Reichweite der Anzeigen leidet oder die Anzeige erst gar nicht ausgespielt wird. Die Überprüfung des Textanteils können Sie mittels dieses Facebook-eigenen Tools vornehmen. Facebook erkennt Text in Form von normalem Text, textbasierten Logos, Wasserzeichen und Text in Miniaturbildern von Videos. Für den Fall von zu großem Umfang kann entweder der Text herausgenommen werden oder die Schriftgröße verkleinert werden. Der Text lässt sich alternativ auch wunderbar in Titel und Beschreibung unterbringen und kann auch gerne eine direkte Ansprache an die Zielgruppe beinhalten. So können Sie die Wünsche der Zielgruppe ansprechen, Bedürfnisse wecken und bestenfalls die gewünschte Handlung auslösen. Wählen Sie zudem einen zum Zweck Ihrer Anzeige passenden CTA aus.

Tipp 4: Achten Sie auf die Abnutzung Ihrer Facebook Anzeigen

Facebook versteht sich nach wie vor als soziales Netzwerk für die Nutzer, um mit Freunden und gewünschten Websites oder Inhalten zu interagieren. Deshalb ist es wichtig, die Zielgruppe nicht mit zu vielen Anzeigen zu „nerven“ oder diese „werbemüde“ zu machen. Für eine Überwachung stellt Facebook die Spalte „Frequenz“ zur Verfügung - die Impressions aller Anzeigen geteilt durch die Reichweite (Anzeigen wurden vom User gesehen). So können Sie sicherstellen, dass die User in der Kampagnenlaufzeit die Anzeigen nicht zu häufig sehen. Sollte sich der Frequenz-Wert zu stark erhöhen und die Performance abnehmen, empfiehlt es sich, das Targeting zu ändern oder die Werbeanzeige zu verändern.

Tipp 5: Testen und Optimieren Sie

Wie in vielen anderen Kanälen gilt auch bei der Facebook Optimierung testen, testen, testen. Dabei bietet Facebook praktisch unerschöpfliche Möglichkeiten, zu variieren, unter anderem bezüglich Anzeigenformat, Zielgruppe, Platzierung und Werbemittel. Sinnvoll kann es sein, auch einmal über den Tellerrand der vorher definierten Zielgruppen hinauszuschauen und so bislang unbekannte Zielgruppen zu erschließen – lassen Sie sich einfach überraschen. Um dem Test einen gewissen Rahmen zu geben, ist es wichtig, vorab die relevanten KPIs und eine Laufzeit zu definieren. Auch sollten pro Test nicht zu viele Faktoren verändert werden, da sonst keine überschneidungsfreien Rückschlüsse auf den Impulsgeber gezogen werden können.